Kritiker der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern



Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!

Vorausgestellt in aller Deutlichkeit: Dies ist keine offizielle Seite der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern.

Warum diese Seiten?

Die Medizin befindet sich in einer Zeit des rasanten Umbruchs. DRGs in den Krankenhäusern, Ökonomisierung der Medizin, die Entwicklung der Klinikkonzerne, Kassenarztrechtsänderungsgesetz, §116b, MVZs, Arbeitsverdichtung an den Kliniken und in den Praxen, zunehmende Abwanderung von Absolventen aus der Medizin, und, und, und....

Die vielfältigen Probleme stellen neue Anforderungen auch an die Ärztekammer. Ein Festhalten an bewährten Modellen und die Orientierung an unseren Grundwerten reicht nicht mehr aus.
Wir brauchen neue Ansätze und Lösungen. Diese können nur auf der Grundlage einer intensiven Diskussion gefunden werden. Wir brauchen ein Klima, in dem diskutiert und sachlich gestritten wird, in dem Transparenz herrscht, um auf diesem Nährboden neue Perspektiven und Konzepte zu entwickeln. Veränderungen brauchen das freie Wort und die informierte Öffentlichkeit. Deshalb diese Seiten.

Ein Beispiel ist die Weiterbildung.

Ich mache mir Sorgen um die Weiterbildung unserer jungen Kollegen. Nach langen Jahren eines stark durch die Theorie geprägten Studiums muß die Weiterbildung junger Ärzte eine praktische Angelegenheit sein. Der Erwerb der ärztlichen Fähigkeiten kann nur stattfinden durch das praktische Erleben von vielen Fällen, vielen Krankheitssituationen, durch die harte Notwendigkeit, selbst anzupacken, Entscheidungen zu treffen und nach und nach mehr Verantwortung zu übernehmen. Die Verantwortung des Weiterbildenden ist es, Hilfe zu geben, anzuleiten, zu kontrollieren und so seinen Erfahrungsschatz an den Weiterzubildenen weiterzugeben.

Ich beobachte in unserer Ärztekammer eine Tendenz, die eigentlichen Inhalte der Weiterbildung, die ärztlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen  aus dem Auge zu verlieren und stattdessen formalistisch Rotationen, Zeiten auf Stationen, in Abteilungen und Ambulanzen zum Maß der Dinge zu machen. Dabei entstehen Ungleichbehandlungen zwischen den Weiterbildungsstätten. Einige Vorgehensweisen unserer Ärztekammer empfinde ich als bürokratisch, zähflüssig, wenig nachvollziehbar, ja intransparent.

Aber es soll auf diesen Seiten nicht nur um Fragen der Weiterbildung gehen. Mit der aktiven Arbeit in der Ärztekammer werde ich zunehmend weitere Themenbereiche aufgreifen.

Schalten Sie sich in die Diskussion ein! Wir stellen gerne Ihre Dokumentation und Ihren Kommentar ein. 
Bitte beachten Sie dabei unsere Regeln.



Ihr
Professor Dr. med. Mathias Freund