Kritiker der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern



Anerkennung Zusatzweiterbildung Palliativmedizin
Prof. Dr. M. Freund

Mit der letzten grundlegenden Novellierung der Weiterbildungsordnung 2005 wurde die Zusatzweiterbildung Palliativmedizin eingeführt. Da ich wie viele Hämatologen und Onkologen in meiner damals mehr als 20-jährigen Tätigkeit im Gebiet immer meine Patienten auch palliativmedizinisch versorgt habe, habe ich im September 2006 den 40-Stunden-
Musterweiterbildungskurs Palliativmedizin der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie in Mannheim besucht und danach den Antrag auf Zulassung zur Prüfung gestellt.

Die Angelegenheit sollte sich als langwierig herausstellen. Ob ein Schreibfehler auf einem Zeugnis der einzige Grund war, kann ich nicht sagen.

Nach 2 Jahren war ich erfolgreich. 

Im Februar 2011 habe ich im Rahmen eines Verwaltungsgerichtsprozesses gegen die Ärztekammer Einsicht in die Verwaltungsakte der Ärztekammer erhalten. Die Verwaltungsakte kann unter dem Link eingesehen werden. Orientieren Sie sich mit den Bookmarks in dem pdf-file.

  • Blatt 2ff
    13.11.2006 Antrag auf Zulassung zur Prüfung zum Erwerb "Zusatzweiterbildung Palliativmedizin" einschließlich der notwendigen Bescheinigungen.

  • Blatt 11ff
    28.5.2007 Nachreichen des Antragsformulars

  • Blatt 13
    5.6.2007 Bestätigung des Eingangs der Unterlagen.

  • Blatt 14
    19.6.2007 Die Fachkommission stimmt der Zulassung zur  Prüfung zu.

  • Blatt 15
    27.6.2007 Vorstandssitzung der Ärztekammer MV. Es findet sich die Notiz
    "Offen, 120 h Fallseminare fehlen, falscher Name auf der Urkunde)"
    In der Tat ist auf der Urkunde über den abgeleisteten Basiskurs Palliativmedzin mein Vorname falsch geschrieben (Blatt 4) auf der Anwesenheitsbescheinigung (Blatt 3) ist er jedoch richtig.

  • Blatt 16
    Offensichtlich nimmt Dr. Crusius die Sache jetzt in die Hand.
    Am 4.7. 2007 geht eine Nachfrage aus dem Sekretariat des Präsidenten an die Landesärztekammer Baden-Württemberg auf den Weg.

  • Blatt 17 bis 23
    Es folgt ein Schriftwechsel, mit dem dann sogar die Anwesenheitslisten bei dem Kurs an das Sekretariat des Präsidenten Dr. Crusius übersandt werden.
  • Blatt 24
    7.8.2008 Zusammenfassende Aktennotiz über den Vorgang und die Ergebnisse für Dr. Crusius
    Danach finden sich keine Aktivitäten mehr.
    Zwischenzeitlich habe ich - offengestanden - die Angelegenheit aus dem Auge vorloren. Man hat ja auch sonst noch die eine oder andere kleine Zerstreuung. Ich habe von der Ärztekammer bis in das Jahr 2008 nichts mehr gehört. Nachdem mir die Unterlagen beim Aufräumen in die Hände gefallen sind und die Übergangsfrist drohte zu verstreichen, habe ich nachgefragt.
  • Blatt 25
    13.5.2008 Nachfrage Prof. Freund nach Sachstand.

    Später erneute telefonische Nachfrage. Es kam die Mitteilung, dass der Vorgang beim Präsidenten der Ärztekammer lag, der natürlich viel beschäftigt ist.

    Eine entsprechende Aktennotiz findet sich mit dem Datum 21.5.2008 auf Blatt 25 der Akte.

27.5.2008
Nachfrage beim Präsidenten der Ärztekammer MV, Dr. Crusius
wegen Stand in der Frage Zusatzweiterbildung Palliativmedizin. Das Schreiben ging informell nachrichtlich an meinen Anwalt. Dieser Brief findet sich nicht in der Akte.
  • Blatt 26
    Merkwürdigerweise mit gleichem Datum 27.5.2008  erhielt ich von der Ärztekammer am gleichen Tag die Mitteilung, dass ich zur Prüfung zugelassen bin.

  • Blatt 27ff
    Organisation des Prüfungstermins

  • Blatt 31ff
    Protokoll der Prüfung 
24.9.2008
habe ich die Anerkennung der Zusatzweiterbildung "Palliativmedizin" erhalten.

Der Vorgang hat insgesamt fast 2 Jahre gedauert.